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Lars Keitel
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61381 Friedrichsdorf
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Lars Keitel, Piano
Vorstellung der zweiten CD Zwischenspiel

CD Cover Zwischenspiel

Robert Schumann (1810-1856)

  • Carnaval op. 9

Clara Schumann (1819-1896)

  • Drei Romanzen op. 21

Johannes Brahms (1833-1897)

  • Scherzo op. 4
  • Klavierstücke op. 119
Hörprobe
CD Zwischenspiel

Robert Schumann

  • Carnaval op. 9
    "Papillons"
    (Dauer: 0'44 / Dateigröße: 693 KB)

Booklet Innenseite Clara Schumann

Pressestimme: Fankfurter Neue Presse
Schumann und Brahms lebendig interpretiert

Von Michael Jacob
Friedrichsdorf. Hält man die neue CD des Friedrichsdorfer Pianisten Lars Keitel in den Händen, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auffällig ist die Namensgebung, mit der Lars Keitel sich anschickt, eine Serie auf den Markt zu bringen: Nach "Auftakt" im vergangenen Jahr folge nun"Zwischenspiel". Doch damit meint der junge Künstler nicht allein die Fortführung seines Werdeganges, sondern insbesondere die wechselvollen zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Robert Schumann, Clara Schumann und Johannes Brahms, deren Werke er auf dem Label verewigt hat. Schon das Blättern im Booklet nimmt gefangen.

Regina Siedentopf ist es abermals gelungen sich gestaltungstechnisch vom herkömmlichen abzusetzen. Romantische Fotografien bilden den Hintergrund für groß hervorgehobene Zitate, in denen sich die Verehrung und Wertschätzung der drei Komponisten zueinander widerspiegeln. Vertieft wird dieser Eindruck durch einen interessantern Begleittext von Luitgard Schader, der detailliert informiert, ohne in wissenschaftliche Fachterminologie zu entgleiten.

Sollte man versuchen, der neuen CD von Lars Keitel "so nebenbei" zu lauschen, wird man Schiffbruch erleiden. Von den ersten Tönen an wird man gefesselt und dazu angehalten, sich der Musik gänzlich hinzugeben. Zu eindringlich zeichnet Lars Keitel seine Interpretationen, als dass man sie so einfach dahinplätschern lassen könnte. Buchstäblich lebendig werden die zahlreichen Figuren, die Robert Schumann in seinem Klavierzyklus "Carneval" schildert. Dabei variiert der Pianist kongenial zwischen virtuosem Esprit und lyrischer Leidenschaft. Als Beispiele für sein Vermögen, Musik zu gestalten, seien "Chopin" und "Aveu" mit sorgsamst eingesetzten Zäsuren, Ritardandi und Accelerandi genannt. In eine feingliedrige Klangwelt entführen die drei Romanzen op. 21 von Clara Schumann, denen Lars Keitel eine wohltuend romantische Note verleiht. Leidenschaftlich mit der ihnen eigenen Ausdruckskraft erklingenden abschließenden Scherzo op. 4, die Intermezzi h-Moll, e-Moll und C-Dur sowie die Rhapsodie in Es-Dur von Johannes Brahms.

Interpretationstechnisch besticht Lars Keitel auch in seiner zweiten Produktion durch das für ihn mittlerweile typische transparente Spiel. Selbst in virtuosen Passagen lässt er die Melodiebögen deutlich hervortreten. Niemals verfällt er in einen vernebelnden Klangrausch. Seine Musik bleibt klar und unmissverständlich, seine Interpretation beredt und lebendig.

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