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Lars Keitel
Obere Römerhofstraße 59
61381 Friedrichsdorf
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Pressestimme: Fankfurter Neue Presse
Gekonnter Griff in die musikalische Schatzkiste

Von Michael Jacob
Friedrichsdorf. Nichts ist für einen jungen, aufstrebenden Pianisten wohl schwieriger, als sich mit einer eigenen CD auf dem Markt zu etablieren: Kaum ein Genre der Musikliteratur ist so üppig vertreten wie das der Klavierwerke. Dort die passende Marktlücke zu finden, erscheint auf den ersten Blick wie die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Doch dem Friedrichsdorfer Pianisten Lars Keitel, der bereits als Jugendlicher in Bad Homburg debütierte, ist es zweifelsohne gelungen. Mit einem gekonnten Griff in die musikalische Schatzkiste präsentiert er eine CD, die ihresgleichen wahrhaftig suchen kann.

Von Scarlatti bis Gershwin reicht der Bogen. Doch weit gefehlt, wenn man nun von einem Sammelsurium kuriosester Werke, ausgeht: Nur Robert Schumann schlägt die Brücke zwischen dem barocken und dem modernen Meister der Tasten. Seit seines Studiums gehören die Scarlatti-Sonaten zu den Lieblingen Lars Keitels. So ist es nicht verwunderlich, dass er sechs der fulminanten Kreationen an den Anfang seiner Platte stellt: Brillant musiziert, von berauschender Klarheit geprägt und mit quirliger Virtuosität bilden die kurzen einsätzigen Sonaten einen lebendigen Auftakt der CD. Doch Lars Keitel weiß auch die Töne zwischen den Notenlinien herauszuarbeiten. In Schumanns Papillons, der Arabeske op. 18 und drei Romanzen op. 28 sind es die gefühlvollen, von der Rühe geprägten Passagen, die den Zuhörer hinreißen können. Kein charismatisches Geplänkel, sondern die hohe Kunst der Zäsuren, der Pausen, des Atmens prägt das Spiel Lars Keitels. Die Vielfalt ist seit jeher ein Merkmal des Friedrichsdorfer Künstlers. Gern setzte er in einem traditionellen Soloabend einen fetzigen Boogie drauf. So schließen die drei Preludes von Gershwin den Bogen, der nicht besser den Künstler Lars Keitel repräsentieren könnte. Mit schwungvollem Verve, aber dennoch strukturierter Transparenz gelingt es ihm, den legeren Sound Gershwins in eine tendentiell traditionelle CD harmonisch einzubinden.

Nicht vergessen werden darf die ungewöhnliche Aufmachung des Booklets, die auf die Federführung von Regina Siedentopf zurückzuführen ist. Viel sei an dieser Stelle nicht verraten, aber eines: Mit Sicherheit hat man solche prägnanten Photographien in ungewöhnlichen Szenarien noch nicht im Booklet einer klassischen CD gesehen. Neugierig geworden?

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Pressestimme: Frankfurter Rundschau
Ein virtuoses Spiel mit leidenschaftlichen Passagen

Der Friedrichsdorfer Pianist Lars Keitel hat seine erste CD veröffentlicht
Kompositionen aus drei Stilepochen

Von Bernd Gau
Friedrichsdorf. Nach sorgfältiger Vorbereitungszeit präsentiert der Friedrichsdorfer Pianist Lars Keitel jetzt seine erste CD mit Werken von Domenico Scarlatti, Robert Schumann und George Gershwin. Es sind vor allem die Werkzusammenstellung und der ihm eigene Interpretationsstil, die von der ersten bis zur letzten Minute der CD fesseln. In allen drei Stilepochen (Barock, Romantik und klassische Moderne) besticht Lars Keitel durch transparentes Spiel. Die filigranen Verzierungen der Scarlatti-Sonaten weiß er mit virtuosem Glanz perlen zu lassen, lyrisch leidenschaftliche Passagen der Romanzen von Schumann mit sanfter Kantabilität intensiv zu gestalten und den Preludes von Gershwin den typisch swingenden Touch zu geben.

Stellt ein Musiker das Programm einer CD zusammen, bleiben zwei Möglichkeiten: Mit einer "Komponisten-CD" sich in den großen Markt einzubringen, oder das neue Label als Künstler-Portrait zu verstehen. Letzteren Weg wählte Lars Keitel, der schon als Jugendlicher beim Kulturkreis im Bad Homburger Kurtheater debütierte. Vortrefflich spiegeln die ausgewählten Kompositionen die Vorlieben des Pianisten wieder. Pianistischen Glanz der Scarlatti-Sonaten, romantisches Klangbild bei Schumann und der Hang zum Jazz. Gern würzt Lars Keitel seine Klavierabende mit Zugaben aus dem Bereich der klassischen Unterhaltungsmusik, die außerhalb des traditionellen Repertoires stehen. So schließen Gershwins Preludes den Rahmen um ein inhaltlich vorbildlich abgerundetes Solisten-Portrait.

Keineswegs darf bei dieser CD die äußere Präsentation unerwähnt bleiben, die sich vom herkömmlichen absetzt. Regina Siedentopf gelang mit der photographischen Aufmachung ein bemerkenswerter Blickfang.

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